Fernfahrerstammtische Sachsen-Anhalt

Bis auf weiteres fallen die Termine für den Fernfahrerstammtisch aus.
Wir informieren Sie sobald die Fernfahrerstammtische wieder stattfinden.

04.03.2020: Fernfahrerstammtisch Magdeburg

Ort: TOTAL Autohof, Glindenberger Weg, 39126 Magdeburg

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Thema: Ladungssicherung

  • Ohne Voranmeldung. Kommt einfach vorbei!

Do. 13.Sep.-14.Sep 10:30-16:00

DSLV  Jahrestagung
Neuwahl des Vorstandes in München

Mi. 7. Nov. 19:00 – 21:30

Fernfahrerstammtisch Uhrsleben im November

Mi. 10. Okt. 19:00 – 21:30

Fernfahrerstammtisch Uhrsleben im Oktober

Verkehrsrundschau

NEUESTE MELDUNGEN DES LANDESVERBANDES

Was tun bei Suchtproblemen im Betrieb?


Bei mindestens zehn Prozent aller Arbeits-und Wegeunfälle ist Alkohol mit im Spiel. Dennoch zögern viele Vorgesetzte, entschieden gegen Alkoholmissbrauch im Betrieb vorzugehen. Damit begeben sie sich auf dünnes Eis.Nach Schätzungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) sind bis zu fünf Prozent aller Berufstätigen alkoholkrank,bis zu zehn Prozent haben problematische Konsumgewohnheiten.

Statistisch gesehen dürfte also so ziemlich jede Führungskraft im Laufe ihres Arbeitslebens irgendwann einem Alkoholproblem in ihrem Verantwortungsbereich begegnen. Wer den Dingen ihren Lauf lässt, solange „nichts Schlimmes“ passiert, begibt sich auf dünnes Eis, sowohl menschlich, betriebswirtschaftlich als auch rechtlich.Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit. Laut DHS fehlten Alkoholabhängige in einem Zeitraum von drei Jahren an 189 Tagen. Beider Kontrollgruppe betrug die Fehlzeit im selben Zeitraum 95 Tage. Die Arbeitsleistung von Beschäftigten mit Alkoholproblemen wird auf 75 Prozent der Normalleistung geschätzt.

Ursache dafür sind neben den Fehlzeiten die verminderte Konzentrationsfähigkeitund größere Fehlerhäufigkeit. Studienergebnisse der WHO belegen, dass bei 10 bis 25 Prozent der Arbeits-und Wegeunfälle Alkohol eine Rolle spielt.Es gibt also gute Gründe, ein mögliches Alkoholproblem frühzeitig anzusprechen. Das hilft auch den Alkoholkranken oder -gefährdeten. Denn je früher eingegriffen wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Betroffene seinen Arbeitsplatz behalten kann.Früh eingreifenAuch rechtlich gibt es für die Unternehmen den Zwang, auf Alkoholmissbrauch im dienstlichen Umfeld sofort zu reagieren. Paragraf 7 der DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ verbietet es Unternehmern, „Versicherte, die erkennbar nicht in der Lage sind, eine Arbeit ohne Gefahr für sich und andere auszuführen“, mit dieser Arbeit zu beschäftigen.

Wenn ein Arbeitgeber Verstöße gegen das Verbot grob fahrlässig oder vorsätzlich ignoriert, kann er bei einem Arbeitsunfall in letzter Konsequenz durch seinen Unfallversicherungsträger in Regress genommen werden.Die Information „Suchtprävention in der Arbeitswelt -Handlungsempfehlungen“ (DGUV Information 206-009)unterstützt Vorgesetzte beim Umgang mit dem Thema. Die Broschüre gibt Tipps zur Gesprächsführung mit Mitarbeitern, bei denen ein problematischer Suchtmittelkonsum vermutet wird, und liefert Antworten auf häufig gestellte Fragen zum rechtssicheren Handelnim Akutfall.Quelle: BG Verkehr

Lkw Fahrverbote am 31.10.2019

Am Reformationstag des Jahres 2019 besteht ein Fahrverbot in den ostdeutschen Bundesländern (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt). Obwohl der Reformationstag auch in den norddeutschen Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ein Feiertag ist, dürfen Lkw dort fahren, da der Feiertag in diesen Bundesländern noch nicht in die den generellen Fahrverboten zugrundeliegende Straßenverkehrsordnung übernommen wurde. Am Freitag, 1. November 2019 (Allerheiligen) gilt das Fahrverbot ausschließlich in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Zu beachten ist die Sonderregelung für den Transitverkehr von und nach Berlin am 31.10.2019:

Transporte, die von oder nach Berlin (Abfahrt- oder Zielort) durch die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt führen, sind auch in der Zeit zwischen 00:00 – 22:00 Uhr auf den folgenden Bundesautobahnen (A2, A20, A24, A4, A9, A10,A12,A13, A14, A15, A17, A19, A38, A71, A71, A111, A113, A114, A115, A117, A143) erlaubt.

Neue Incoterms 2020

Die neuen ICC-Handelsklauseln, Incoterms 2020, werden in Kürze veröffentlicht. Die ICC (International Chamber of Commerce) aktualisierte die Incoterms® zuletzt 2010. Diese Fassung ist auch heute noch in Kraft. Bei der Abwicklung insbesondere grenzüberschreitender Warenverkehre entstehen für Wirtschaftsbeteiligte die unterschiedlichsten Verpflichtungen.

Weitere Infos finden Sie hier

Belarus: Achslastbeschränkungen im Frühjahr und Sommer 2019

Auf zahlreichen belarussischen Straßen gelten auf Grund von
Frostschäden in der Zeit seit dem 25. März bis 25. April 2019 geringere Achslasten für den Schwerverkehr. Nach Informationen des belarussischen Verbandes BAIRC bestehen gemäß Erlass Nr. 10 des Ministeriums für Transport und Kommunikation der Republik Belarus vom 6. März 2019 zeitlich befristete Beschränkungen der höchstzulässigen Achslasten.

So werden auf einer Vielzahl der belarussischen Straßen die höchstzulässigen Achslasten in dieser Zeit auf sechs bis neun Tonnen herabgesetzt. Ausgenommen von diesen Beschränkungen sind unter anderem die in den Paragraphen 2.1 und 2.2 des Erlasses aufgeführten Autobahnen und Autobahnabschnitte, mautpflichtige Streckenabschnitte (Anhang 2 des Erlasses Nr. 10), sowie Beförderungen leicht verderblicher Güter, lebender Tiere, gefährlicher Güter.

In den Sommermonaten vom 23. Mai bis zum 31. August 2019 gelten an Tagen mit Lufttemperaturen von mehr als 25° C tagsüber in der Zeit von 11:00 bis 20:00 Uhr Fahrverbote auf asphaltierten Straßen der Republik Belarus für Fahrzeuge mit oder ohne Ladung, bei denen die Achslasten mehr als sechs Tonnen auf der Einzelachse betragen.

Ausgenommen von den genannten Fahrverboten sind unter anderem Beförderungen leicht verderblicher Güter, lebender Tiere, gefährlicher Güter sowie Fahrzeuge auf mautpflichtigen Straßen.

Quelle: DSLV

Brexit: Warnhinweis der französischen Zollbehörden für den Fall eines harten Brexit am 12.04.2019

Sollte es am 12.04.2019 zu einem „harten“ No-Deal-Brexit kommen, werden die französischen Zollbehörden in der Nacht vom 12. auf den 13.04.2019 ihre IT-Systeme an die neue Situation anpassen, d.h. für einige Stunden ist keine Übermittlung von Zollanmeldungen möglich.


Die französischen Zollbehörden informieren wie folgt:


„Für den Fall, dass die laufenden Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich nicht mehr zu einem anderen Ergebnis als einem Verlassen der EU ohne Austrittsvertrag am 12. April („No-Deal“-Szenario) führen, werden wir in der Nacht vom 12. auf den 13. April Eingriffe in unserem IT-System vornehmen, um das Zollinformationssystem auf seine Brexit-Konfiguration umzuschalten. Daraus folgt, dass die elektronischen Dienste NCTS, Delt@-G, Delt@-X Import, Delt@-X Export und ECS von Freitag, 12. April, 22 Uhr bis Samstag, 13, April, 1 Uhr nicht zur Verfügung stehen, damit das IT-System in die Brexit-Konfiguration umgeschaltet werden kann. Während dieses Zeitraums stehen nur Backup-Prozeduren zur Verfügung. Alle die o.g. Verfahren werden allen Zollbeteiligten für die Zollabfertigung von Drittlandsverkehren (mit und ohne Brexit-Kontext) ab 1 Uhr nachts wieder wieder zur Verfügung stehen. Der französische Zoll rät jedoch dazu, den Grenzübertritt per Fähre so zu planen, dass er vor 20.30 Uhr stattfindet, bzw. vor 21.30 Uhr bei Nutzung des Eurotunnels. Bitte planen Sie die Zollabwicklung Ihrer Transporte rechtzeitig mit Ihrem Zollvertreter.“


Falls es am 12.04.2019 zu einem „harten Brexit“ kommen sollte, wird Großbritannien ab 13.04.2019, 0.00 Uhr MESZ nicht mehr Teil der EU sein. Grundsätzlich wird von Transporten GB <=> EU in dieser Nacht abgeraten , da die Konstellation „Transport startet, während GB noch der EU angehört, endet aber nach dem Brexit“ zu einer Vielzahl schwer lösbarer Komplikationen führen kann.


Quelle: BGL

Frankreich: Neue Abwicklungsmodalitäten an den französischen Seehäfen und den Eurotunnel-Terminals bei Beförderungen nach Großbritannien nach einem Brexit

Der französische Zoll hat sich in Zusammenarbeit mit den Betreibern der französischen Fährhäfen und des Eurotunnel auf die Handhabung eines harten Brexit vorbereitet.


Nach Angaben der französischen Zollbehörden werden bis zu 80% des Verkehrsaufkommens zwischen der EU27 und dem künftig nicht mehr zum Zollgebiet der Union gehörigen Großbritannien über die französischen Fähr- und Tunnelterminals abgewickelt. Vor diesem Hintergrund haben der französische Zoll und Betreibergesellschaften der Terminals vorbereitende Maßnahmen getroffen, um die Verkehre nach dem Brexit auch weiterhin möglichst verzögerungsfrei abwickeln zu können.


Wie auch in den Niederlanden beruht auch das französische Konzept auf der Notwendigkeit, die künftig nötigen Zollformalitäten bereits vor Erreichen der Grenze zu erledigen. Während das niederländische System das elektronische Hinterlegen der entsprechenden Zollanmeldungen in der Hafen-Datenbank Portbase verlangt, setzt das französische System darauf, vor oder direkt bei Erreichen des Terminals die Barcodes und MRN-Nummern (MRN = Master Reference Number) der Zollanmeldungen per Scan zu erfassen und dem Kennzeichen des zugehörigen Fahrzeugs zuzuordnen. Die so erfassten Daten werden den Zollbehörden elektronisch zugeleitet. Auf der Basis automatischer Kennzeichenerkennungssysteme wird es damit möglich, die Fahrzeuge automatisch entweder den „green lanes“ (Durchfahrt ohne Zollkontrolle für Fahrzeuge, für deren Ladung alle nötigen Zollanmeldungen vorliegt und die auch nicht im Rahmen der Risikokontrolle auffällig geworden sind) oder den „orange lanes“ (für Fahrzeuge, die weiteren Kontrollen unterworfen oder gar völlig abgewiesen werden) zuzuordnen.

Quelle: BGL

Spanien sanktioniert das Verbringen der regelmäßigen Wochenruhezeit in der Fahrerkabine

Ab sofort wird das Verbringen der regelmäßigen Wochenruhezeit in der Fahrerkabine in Spanien sanktioniert.

Nach Angaben des spanischen Verbandes ASTIC wurden am 20. Februar 2019 im spanischen Amtsblatt Änderungen des spanischen Transportgesetzes ROTT veröffentlicht, die am 21. Februar 2019 in Kraft getreten sind. Darin ist unter anderem festgelegt worden, dass das Verbringen der regelmäßigen Wochenruhezeit in der Fahrerkabine ab sofort sanktioniert werden kann.

Da derzeit noch kein eigener Bußgeldtatbestand gegen entsprechende Verstöße gesetzlich festgelegt wurde, werten die spanischen Kontrollbehörden das Verbringen der regelmäßigen Wochenruhezeit in der Fahrerkabine als Fehlen einer regulären wöchentlichen Ruhezeit. Ein entsprechender Verstoß wird in Spanien mit 2.000 € belangt.

Nach Angaben des spanischen Verbandes ASTIC wurden von den Kontrollbehörden bis dato keine Anweisungen herausgegeben, wie das Verbringen der Wochenruhezeit kontrolliert werden soll. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass aktuelle Verstöße und Verstöße aus der Vergangenheit geahndet werden können. Bis dato sollen keine Nachweisdokumente von den Kontrollbehörden verlangt werden, die belegen, dass der Fahrer die Ruhezeit nicht in der Fahrerkabine verbracht hat (z. B. Hotelrechnungen oder ähnliches).

LVSA-Mitglieder- und Wahlversammlung 2018: neues Präsidium

Am 24. November 2018 fand unsere Mitglieder- und  Wahlversammlung statt.

Unserer langjähriger Präsident (seit 2006) Herr Gerhard Bertram und Gründungsmitglied des LVSA (9.April 1990) konnte wegen Erreichung der Altersgrenze nicht wieder kandidieren.
Aus dem vergangenen Präsidium kandidierten wieder und wurden gewählt:

Vizepräsidenten Herr Jens-Uwe Jahnke und  Herr Hans-Dieter Otto
Präsidiumsmitglieder  Herr Wolf-Peter Peter, Herr Peter Meier

Neu in das Präsidium wurden gewählt als:
Vizepräsident Herr Danilo  Ebel
Präsidiumsmitglied Frau Sandy Auch

Herr Jens-Uwe Jahnke wurde zum neuen Präsidenten gewählt.
Die Herren Ebel und Otto wurden als Vize-Präsidenten gewählt.

Unser Präsident Herr Gerhard Bertram wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

 

Pressemitteilungen

Der Landesverband des Verkehrsgewerbes Sachsen-Anhalt e.V. vertritt auch über Hör- oder Printmedien ständig und vehement die Interessen seiner Mitglieder.

ADFC und BGL: Wir brauchen Sicherheit für Radfahrende – jetzt!

Gemeinsames Positionspapier zu Lkw-Abbiegeunfällen Der Fahrradclub ADFC und der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. appellieren dringend an Kommunalpolitik und Transportbranche, mehr Sicherheit für Radfahrende zu schaffen. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die beiden führenden Interessensverbände den sicheren Umbau von Kreuzungen, getrennte Grünphasen an Ampeln und die Ausrüstung möglichst aller Lkw mit Abbiegeassistenzsystemen. ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Storksagt: „Die Art, wie Kreuzungen in Deutschland gestaltet sind, begünstigt schwerste Unfälle.

Wenn an der Ampel Lkw und Rad direkt nebeneinanderstehenund gleichzeitig Grün bekommen, ist höchste Gefahr im Verzug. Wenn dann die Person auf dem Rad geradeaus fahren will –und der Lkw rechts abbiegt –entsteht eine tödliche Falle, die jährlich 30 bis 40 Menschen das Leben kostet. Kommunen dürfen diese Gefahr nicht weiter ignorieren, sondern müssen gefährliche Knotenpunkte identifizieren und sofort entschärfen!“BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardtsagt: „ADFC und BGL eint das Anliegen, die angespannte Situation auf den Straßen zu entschärfen und Radfahrende besser vor schrecklichen Kollisionen mit Lastwagen –und damit auch die Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer vor den traumatischen Folgen –zu schützen.

Deshalb werben wir für eine sicherheitsoptimierte Radwegeinfrastruktur und fordern nicht nur unsere Mitgliedsunternehmen,sondern alle Lkw-Besitzer auf, zeitnah in leistungsfähige Abbiegeassistenzsystemezu investieren, um die Unfallzahlen dauerhaft zu minimieren.“In einem heute in Berlin vorgestellten Positionspapier fordern ADFC und BGL:Kreuzungen sicher umbauen –Verkehrsströme räumlich trennen!Um schwere Unfälle an Kreuzungen zu verhindern, müssen Lkw und Rad-sowie Fußverkehr räumlich getrennt und gute Sichtbeziehungen hergestellt werden.

Die Bundesmittel für den Radverkehr aus dem Klimapaket sollen zur schnellen Entschärfung von Kreuzungen durch Sicherheitselemente, wie aufgepflasterte Schutzinseln und deutlich vorgezogene Haltelinien, genutzt werden. Grünphasen trennen –Ampelschaltungen entschärfen!Geradeausfahrender Radverkehr und rechts abbiegende Kfz sollten nicht gleichzeitig Grün haben. Die Lösung sind getrennte Ampelphasen für die unterschiedlichen Verkehrsströme.

Kürzere Grünphasen für den Kfz-Verkehr sind zugunsten der Verkehrssicherheit und der Gleichberechtigung der Verkehrsarten in Kauf zu nehmen.Lkw-Abbiegeassistenten –zum Standard machen!Der verpflichtende Einbau von Lkw-Abbiegeassistenten muss schnellstmöglich umgesetzt werden. Bis die europaweite Pflicht greift, müssen Kommunen ihre Fuhrparks freiwillig mit Abbiegeassistenten aus-beziehungsweise nachrüsten. Auch an Transportunternehmen geht der Appell, Lkw-Flotten mit Abbiegeassistenten nachzurüsten und die Fördermittel des Bundes aus der „Aktion Abbiegeassistent“ zu nutzen. Hersteller müssen schnellstmöglich Abbiegeassistenten mit Notbremsfunktion marktreif entwickeln.2Sichere Anfahrt zu Baustellen –nur konfliktarme Routen!Bei großen innerstädtischen Bauvorhaben müssen Kommunen darauf achten, dass die Anfahrtsrouten der Baustellenfahrzeuge möglichst konfliktarm geplant werden.

Hauptachsen des Radverkehrs und Baustellenverkehr müssen wo immer möglich voneinander getrennt sein. Toten Winkel überwinden –Verkehrsteilnehmende sensibilisierenTheoretisch gibt es seit der Einführung der vorgeschriebenen Zusatzspiegel an Lkw im Jahr 2007 keinen Toten Winkel mehr. In der Praxis kann der Fahrer / die Fahrerin während eines komplexen Abbiegevorgangs nicht alle Spiegel gleichzeitig im Auge behalten. Toter-Winkel-Kampagnen sind daher genauso irreführend wie die Aussage, der Lkw-Fahrer / die Lkw-Fahrerin könne stets alles überblicken. Alle Verkehrsteilnehmenden müssen für die Gefahr sensibilisiert werden. Vor Fahrtantritt müssen Lkw-Fahrer*innen auf freie Sicht und die richtige Spiegeleinstellung achten. Unfallforschung verbessern –Forschungslücke Kreuzungsdesign schließen ADFC und BGL beklagen eine Forschungslücke zur Bewertung unterschiedlicher Kreuzungs-und Signalisierungsarten.

Diese muss geschlossen werden. Auf Basis dieser Forschung müssen neue Design-Standards für sichere Straßen und Kreuzungen entwickelt und schnell in den technischen Regelwerken verankert werden. Schwere Unfälle müssen auch in Hinblick auf die Verbesserung der Infrastruktur systematisch ausgewertet werden.30-40 Todesfälle pro Jahr –und ungezählte TraumatisierteJedes Jahr sterben 30 bis 40 Radfahrende unter den Rädern von abbiegenden Lkw. Die Zahl droht nach Einschätzung von ADFC und BGL zu steigen, denn sowohl städtischer Güterverkehr als auch Radverkehr nehmen weiter zu.

Während die „Aktion Abbiegeassistent“ des Bundesverkehrs-ministeriums im Jahr 2019 durch erhöhte Aufmerksamkeit für das Themazu einer leichten Verbesserung der Unfallsituation geführt hat, zeigt sich zu Beginn des Jahres 2020 ein deutlich eingetrübtes Bild. Schon sechs Radfahrerinnen und Radfahrer wurden in den ersten Wochen durch abbiegende Lkw getötet. Hauptverursacher ist inüber 90 Prozent der Fälle der Lkw-Fahrer beziehungsweise die Lkw-Fahrerin. Als Opfer überdurchschnittlich häufig betroffen sind Frauen, Kinder und Senior*innen auf dem Rad. Auch die Angehörigen und Hinterbliebenen sowie Augenzeugen, Rettungskräfte und Polizist*innen am Unfallort werden durch solche Unfälle oft für Jahrzehnte traumatisiert.

Das gilt auch für die betroffenen Lkw-Fahrerinnen und Fahrer. Engelhardt: „Deshalb kann unser gemeinsames Ziel nur ‚Vision Zero‘ –also keine Verkehrstoten und keine Schwerverletzten mehr –sein!“

DSLV benennt sich um in ‚Bundesverband Spedition und Logistik‘

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband e. V. (DSLV) firmiert ab sofort unter der Bezeichnung ‚DSLV Bundesverband Spedition und Logistik e. V.‘. „Mit der neuen Namensgebung soll die föderale Verbandsstruktur, in welcher der DSLV als Dach- und Spitzenverband arbeitet, unterstrichen werden“, kommentiert Präsident Axel Plaß die Entscheidung. Jetzt mit neuem Logo bleibt die bei Politik, Presse, Öffentlichkeit und Mitgliedsunternehmen bekannte Marke ‚DSLV‘ aber erhalten.

Durch 16 regionale Landesverbände repräsentiert der DSLV die verkehrsträgerübergreifenden Interessen von etwa 3.000 Speditions- und Logistikbetrieben, die mit insgesamt 585.000 Beschäftigten und einem jährlichen Branchenumsatz in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro wesentlicher Teil der drittgrößten Branche Deutschlands sind. Die Mitgliederstruktur reicht von global agierenden Logistikkonzernen, 4PL- und 3PL-Providern über größere, inhabergeführte Speditionshäuser mit eigenen LKW-Flotten sowie Befrachter von Binnenschiffen und Eisenbahnen bis hin zu See-, Luftfracht-, Zoll- und Lagerspezialisten.

„Speditionen fördern und stärken die funktionale Verknüpfung sämtlicher Verkehrsträger. Die Verbandspolitik des DSLV wird deshalb maßgeblich durch die verkehrsträgerübergreifende Organisations- und Steuerungsfunktion des Spediteurs bestimmt“, erläutert Plaß die Ausrichtung des Bundesverbands. Der DSLV ist politisches Sprachrohr sowie zentraler Ansprechpartner für die Bundesregierung, für die Institutionen von Bundestag und Bundesrat sowie für alle relevanten Bundesministerien und -behörden im Gesetzgebungs- und Gesetzumsetzungsprozess, soweit die Logistik und die Güterbeförderung betroffen sind. Gemeinsam mit seinen Landesverbänden ist der DSLV Berater und Dienstleister für die Unternehmen seiner Branche. Als Arbeitgeberverbände und Sozialpartner vertreten die DSLV-Landesverbände die Branche in regionalen Tarifangelegenheiten.

Der DSLV ist Mitglied des Europäischen Verbands für Spedition, Transport, Logistik und Zolldienstleistung (CLECAT), Brüssel, der Internationalen Föderation der Spediteurorganisationen (FIATA), Zürich, sowie assoziiertes Mitglied der Internationalen Straßentransport-Union (IRU), Genf. In diesen internationalen Netzwerken nimmt der DSLV auch Einfluss auf die Entwicklung des EU-Rechts in Brüssel und Straßburg und auf internationale Übereinkommen der UN, der WTO, der WCO, u. a.

Die Änderung des Verbandsnamens hatte die Mitgliederversammlung des DSLV bereits im September 2018 beschlossen; jetzt hat das Registergericht die Änderung auch im Vereinsregister vollzogen.

Zum 01.01.2019 wird die Lkw-Maut um bis zu 60 % erhöht

Am stärksten trifft es die saubersten Fahrzeuge

Aus Anlass der Veröffentlichung des „Gesetzes zur Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes“ im Bundesgesetzblatt weist der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. aus Frankfurt am Main auf mögliche Auswirkungen hin. Nach der viele Transportunternehmen und Speditionen betreffenden Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen zum 01.07.2018 tritt zum 01.01.2019 eine weitere kostenwirksame Änderung der Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen und Autobahnen in Kraft. Neben einer (wegen der Mautausweitung) höheren Infrastrukturmaut werden den Lkw auch sogenannte externe Kosten – Luftverschmutzungskosten und erstmals auch Lärmkosten in Rechnung gestellt. Diese Lärmkosten sind für alle Lkw gleich hoch ­– eine Differenzierung, nach der leisere Lkw bevorzugt würden, findet nicht statt. Durch Anhebung aller Mautsätze für schwere Lkw rechnet der Bund bis 2022 mit Mehreinnahmen in Höhe von insgesamt 4,16 Mrd. Euro, also über einer Milliarde Euro mehr pro Jahr.

Die höheren Mautsätze treffen Fahrzeuge aller Emissionsklassen. Extreme Mautsatzsteigerungen erfahren allerdings ausgerechnet Transportunternehmer, die in jüngerer Zeit in die emissionsärmsten Fahrzeuge investiert haben. Da auch für Euro VI-Fahrzeuge erstmals ab Beginn kommenden Jahres sogenannte Luftverschmutzungskosten erhoben werden, sind die Mautsatzsteigerungen hier besonders hoch. So werden die 5-Achs-Kombinationen der saubersten Emissionsklasse Euro VI, mit denen inzwischen 60 % aller Mautkilometer auf deutschen Straßen zurückgelegt werden, um fast 40 % höher belastet. Noch härter trifft es die Euro VI 4-Achs-Kombinationen, mit denen Volumengüter (z.B. Möbel, Solarpaneele, Zulieferteile für die Automobilindustrie) transportiert werden: Deren Mautsätze steigen um nahezu 60 %.

Hintergrund: In Deutschland werden über 80 % aller Güter mit dem Lkw transportiert…

Zweite Mammut-Kartellklage gegen LKW-Hersteller eingelegt

Der BGL hat gemeinsam mit dem Rechtsdienstleister financialright claims GmbH eine zweite Klage für mehr als 3.800 Transport- und Logistikunternehmen mit über 64.000 Lkw aus 26 Ländern am 14.12.2018 am Landgericht München eingereicht

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. aus Frankfurt am Main hat zusammen mit dem Rechtsdienstleister financialright claims GmbH am 14. Dezember 2018 vor dem Landgericht München I für mehr als 3.800 Unternehmen mit über 64.000 LKW Klage gegen das sogenannte „LKW-Kartell“ erhoben. Die juristische Vertretung vor Gericht übernimmt die auf Kartellschadensersatzverfahren spezialisierte Kanzlei Hausfeld Rechtsanwälte LLP.

In den Jahren 2016 und 2017 hatte die Europäische Kommission Rekordgeldbußen von über EUR 3,7 Milliarden gegen alle führenden LKW-Hersteller (MAN, Daimler-Benz, Volvo/Renault, DAF, IVECO und Scania) wegen ihrer Beteiligung an dem sog. LKW-Kartell verhängt. Das Kartell dauerte mindestens 14 Jahre, nämlich von Januar 1997 bis Januar 2011. Dabei sollen die Hersteller Preise für Lkw sowie den Zeitpunkt der Einführung und die Weitergabe der Mehrkosten für die Einhaltung der Abgasnormen EURO III bis EURO VI abgesprochen haben.

Nachdem bereits Ende 2017 eine erste Kartell-Klage gegen die LKW-Hersteller eingelegt wurde, haben die o.g. Projektpartner am 14.12.2018 eine zweite Klage vor dem Landgericht München I erhoben. Diese Klage umfasst mehr als 3.800 meist kleine und mittelständische Unternehmen mit über 64.000 LKW.

Gemeinsam mit der ersten Klage wird damit für insgesamt über 149.000 LKW Schadensersatz eingeklagt. Die beiden Klagen sind – selbst wenn man sie getrennt betrachtet – die größten vor Gericht befindlichen Klagen zum LKW-Kartell.

Verkehrsverbände begrüßen Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Allianz gegen Logistikengpässe und Fachkräftemangel

Die Verkehrsverbände Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ), Bundesverband deutscher Omnibusunternehmer (BDO), Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK), Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) sowie Deutscher Speditions- und Logistikverband (DSLV) haben in einer gemeinsamen Stellungnahme den Entwurf eines Fachkräfteeinwanderungsgesetzes begrüßt.

Der Gesetzentwurf, der am Mittwoch, den 19. Dezember 2018, im Bundeskabinett beschlossen werden soll, kann aus Sicht der Verbände zur Behebung des Fachkräftemangels in den Branchen beitragen. Neben Hochschulabsolventen soll es dadurch auch Fachkräften mit qualifizierter Berufsausbildung aus Nicht-EU-Staaten ermöglicht werden, in Deutschland einen Arbeitsplatz zu finden. Es gilt jetzt, den zügigen und konsequenten Abbau bürokratischer Integrationshemmnisse zu beschleunigen.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen ist es unerlässlich, auch das Potential ausländischer Fachkräfte verstärkt zu nutzen. Trotz der konjunkturell guten Rahmenbedingungen und eines günstigen Geschäftsklimas in den Verkehrsbranchen hält das Fachkräfteangebot nicht mit dem aktuellen Branchenwachstum mit. Die Verbände der Verkehrsbranchen fordern schon seit längerem gezielte, an den Bedürfnissen der in Transport und Logistik Beschäftigten ausgerichtete, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.

Die Verkehrsverbände mahnen weiterhin an, neben den Bemühungen um ausländische Fachkräfte gleichzeitig das Potential inländischer Arbeitnehmer zu heben und die Anstrengungen zur Qualifizierung und Rekrutierung von Fachkräften aus Deutschland zu intensivieren.

Neben Berufskraftfahrern braucht die Branche international ausgebildete Hochschulabsolventen verschiedener Fachbereiche, ebenso, wie die im dualen System ausgebildeten Fachkräfte. Zudem wird es, wie in vielen anderen Branchen, auch für Logistik- und Busunternehmen zunehmend schwieriger betriebliche Ausbildungsplätze zu besetzen und hierdurch qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft zu generieren.

Gelingt es nicht, in der Branche ausreichend Fach- und Nachwuchskräfte zu mobilisieren, drohen im schlimmsten Fall Versorgungsengpässe und Angebotseinschränkungen im öffentlichen Verkehr sowie der Bustouristik.

Mit einem Fünf-Punkte-Plan haben die führenden Transport- und Logistikverbände gemeinsam mit den Handels- und Industrieverbänden bereits Handlungsfelder zur Abwendung von Logistikengpässen durch Fahrermangel identifiziert.

BGL verteidigt Interessen der Transportunternehmer bei Anhörung zu neuen Mautsätzen

Engelhardt warnt bei Bundestagsanhörung vor erheblichen Kostensteigerungen und lehnt geplante Ausnahmen für Landwirte und Müllfahrzeuge ab

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V., Prof. Dr. Dirk Engelhardt, hat in der Anhörung des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages am 10.10.2018 klare Worte zur neuen LKW-Maut ab Januar 2019 gefunden. Engelhardt wies dabei mit Nachdruck auf die zu erwartende zusätzliche Mehrbelastung für das Transportgewerbe i. H. v. von 3 Milliarden Euro pro Jahr hin und verdeutlichte: „Diese eklatante Mautsteigerung kann bei den geringen Gewinnmargen kein Transportunternehmer stemmen. Sie wird daher unweigerlich zu steigenden Verbraucherpreisen führen!“

Die von der Bundesregierung geplanten Ausnahmen für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis zu 60 km/h lehnte Prof. Dr. Engelhardt mit Nachdruck ab, ebenso wie Ausnahmen für kommunale Abfalltransporte. „Unsere Lkw dürfen auf Bundesstraßen außerorts auch nur 60 km/h fahren. Wenn man land- und forstwirtschaftliche Betriebe bis zu dieser Geschwindigkeit die Maut erlässt, wird es erhebliche Wettbewerbsverzerrungen zulasten des gewerblichen Güterkraftverkehrs geben.“ Die Ausnahme sollte daher auf land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von max. 40 km/h beschränkt werden, wie dies auch für das Güterkraftverkehrsgesetz geplant ist.

Außerdem forderte Prof. Dr. Engelhardt, dass Euro-VI Fahrzeuge als derzeit schadstoffärmste Fahrzeuge wie auch LNG-Fahrzeuge dringend einen stärkeren Mautvorteil erhalten, um den Anreiz zur Umrüstung der Flotten im Nahverkehr zu erhöhen. Die stärkere Berücksichtigung der Gewichtsklassen bei der Mautberechnung begrüßte Prof. Dr. Engelhardt, gab jedoch zu bedenken, dass der Fuhrpark von Unternehmen, die aufgrund des bisherigen Mautvorteils in 4-Achser investiert haben, nun entwertet wird. Er sprach sich dafür aus, hier Übergangslösungen zu finden.

DSLV kommentiert kostenpflichtige ,Express-Rampe‘

Warenempfang des Handels bleibt Brennpunkt für die Logistik

Die Wareneingangsabfertigung des Lebensmittel-Discounters Lidl ist beispielgebend für den dringenden organisatorischen Handlungsbedarf an den Warenlagerrampen des Handels. Ein seit kurzem über eine externe Internetplattform angebotener Entlade-Sonderdienst zeigt sehr deutlich, dass der an den meisten Handelslagern vorherrschende Warenannahmestau kein Normalzustand sein muss.

Auch wenn das System auf Komplettladungen ausgerichtet wurde und für Teilladungspartien und Stückgutverkehre eher weniger geeignet scheint, zeigt Lidl, dass eine schnellere Warenannahme grundsätzlich möglich ist und insofern erhebliches logistisches Effizienz- und Kosteneinsparpotential besteht. Allerdings lässt sich der Discounter die Auflösung der von ihm selbst verursachten Rampenengpässe gut bezahlen, kritisiert der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV).

Der Handelsriese bietet seit einigen Wochen an sechs eigenen Warenlagern die Entladung eines anliefernden Lkw innerhalb von 90 Minuten durch Lidl-Mitarbeiter als so genannten ,Express-Service‘ an, sofern die Buchung bis um 5:00 Uhr morgens am Tag der Anlieferung erfolgt. Damit will der Discounter nach eigenen Angaben die Anliefermöglichkeiten flexibilisieren und Schichtzeiten der Lkw-Fahrer optimieren. Die Gebühren für den Sonderservice betragen 40 Euro. Die Anlieferung außerhalb der regulären Warenannahmezeiten kostet 100 Euro.

„Dass Lidl sich jetzt nicht nur die Ordnung im eigenen Haus, sondern auch noch die Einhaltung der eigenen rechtlichen Verpflichtungen bezahlen lässt, muss mindestens kritisch hinterfragt werden“ bemerkt Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV. „Keinesfalls können erhobene Gebühren für Rampenarbeiten an Entladestellen bei den Speditionen und Transportunternehmen hängen bleiben“.

Andererseits waren die Abwicklungskosten an der Rampe bislang eine unbekannte Größe. Nun sind sie für die Lidl-Lieferanten als Auftraggeber der anliefernden Speditionen zumindest transparent und kalkulierbar, bewertet der DSLV den Sachverhalt. Huster hierzu: „Die Akzeptanz zur Kostenübernahme sollte bei den Speditionskunden hoch sein. Schließlich liegen die ,Servicegebühren‘ deutlich unterhalb von Lkw-Standgeldern, auf die das Transportunternehmen ansonsten bei stundenlangen, unverschuldeten Wartezeiten einen rechtlichen Anspruch hätte.“

Der Speditionsverband sieht deshalb in einem Express-Rampensystem auch keine grundsätzlichen Nachteile. Huster: „Nicht nur angesichts des fortschreitenden Fahrermangels müssen Aufenthaltszeiten der Lkw an den Empfangsrampen der Handelshäuser deutlich verkürzt werden“.

Der DSLV fordert vom Handel seit langem ein Bündel von Maßnahmen wie vereinfachte Wareneingangskontrollen und vor allem die Vermeidung zusätzlicher, zeitintensiver Arbeiten für den Fahrer wie das Abpacken von Mischpaletten oder das Entfernen von Verpackungsmaterialien.

Die Handelshäuser können die Unterstützung der Lkw-Fahrer nicht einfach voraussetzen. Eine Entladeverpflichtung anliefernder Speditionen besteht nicht, das Handelsgesetzbuch (HGB) und die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) sind hier eindeutig, stellt der DSLV klar. Rechtlich hat der Spediteur seinen Job erledigt, wenn das Fahrzeug geöffnet an der Rampe steht und der Empfänger die Ware entgegennehmen kann. „Wenn der Fahrer nicht länger als ,Entladehelfer‘ missbraucht wird, kann auch sein Berufsbild wieder etwas gewinnen“, zeigt sich Huster überzeugt.

AMÖ unterstützt „Aktion Abbiegeassistent“ des BMVI

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. ist „offizieller Unterstützer“ der „Aktion Abbiegeassistent“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zur Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.

Nachdem der Bundesrat zur Vermeidung insbesondere tödlicher Unfälle jüngst von der Bundesregierung eine Forcierung der EU-weit verpflichtenden Einführung sicherheitswirksamer technischer Einrichtungen wie Abbiegeassistenzsysteme gefordert hat, startete gestern die „Aktion Abbiegeassistent“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. sieht die für Unternehmen freiwillige „Aktion Abbiegeassistent“ von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) als eine zielführende Maßnahme an, die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. In diesem Zusammenhang ist es der AMÖ ein besonderes Anliegen, die „Aktion Abbiegeassistent“ als „offizieller Unterstützer“ zu begleiten und als Multiplikator an ihrer Empfehlung mitzuwirken.

In einer gemeinsamen Presseerklärung hat die AMÖ mit dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (BDO), dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e.V. (BGL), dem Bundesverband Paket & Express-logistik e.V. (BIEK), dem Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik e.V. (BWVL) sowie dem Deutschen Speditions- und Logistikverband e.V. (DSLV) noch einmal ausdrücklich die Voraussetzungen für den Erfolg der Aktion verdeutlicht. Darin fordern wir:

  • Der Bund muss kurzfristig einheitliche Kriterien definieren, welche konkreten Anforderungen ein „Abbiegeassistent“ erfüllen muss. Unternehmen, die ein Abbiegeassistenzsystem nachrüsten möchten, müssen sicher sein, dass dieses die Verkehrssicherheit auch tatsächlich erhöht und keine Scheinlösung darstellt. Aktuell ist dies aufgrund der technologischen Vielfalt der am Markt verfügbaren Systeme nicht sichergestellt. Diese Position wurde im Rahmen des Fachgesprächs zur „Aktion Abbiegeassistent“ von der Bundesanstalt für Straßenwesen unterstützt. Eine Liste mit Systemen, die die zu definierenden einheitlichen Kriterien erfüllen, sollte sodann im Internet veröffentlicht werden.

 

  • Eine Aufklärungskampagne des BMVI über die Gefahren für schwächere Verkehrsteilnehmer sollte die technische Anpassung der Fahrzeuge begleiten. Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob und inwieweit eine Anpassung der Straßenverkehrsordnung sowie zeitversetzte Ampelschaltungen notwendig sind, um das Gefahrenpotential beim Rechtsabbiegen zu reduzieren.

 

  • Ergänzend begrüßen die Verbände das Bestreben des Bundesverkehrsministers, den freiwilligen Einbau von geprüften Abbiegeassistenzsystemen durch finanzielle Förderungen im Rahmen eines eigenständigen Förderprogramms des Bundes zu beschleunigen. Eine Förderung ausschließlich im Rahmen des bestehenden De-minimis-Programms würde kleinere nicht mautpflichtige Nutzfahrzeuge sowie Busse ausschließen und das Fördervolumen pro Unternehmen stark beschränken.

BGL verteidigt Interessen der Transportunternehmer bei Anhörung zu neuen Mautsätzen

Engelhardt warnt bei Bundestagsanhörung vor erheblichen Kostensteigerungen und lehnt geplante Ausnahmen für Landwirte und Müllfahrzeuge ab

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V., Prof. Dr. Dirk Engelhardt, hat in der Anhörung des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages am 10.10.2018 klare Worte zur neuen LKW-Maut ab Januar 2019 gefunden. Engelhardt wies dabei mit Nachdruck auf die zu erwartende zusätzliche Mehrbelastung für das Transportgewerbe i. H. v. von 3 Milliarden Euro pro Jahr hin und verdeutlichte: „Diese eklatante Mautsteigerung kann bei den geringen Gewinnmargen kein Transportunternehmer stemmen. Sie wird daher unweigerlich zu steigenden Verbraucherpreisen führen!“

Die von der Bundesregierung geplanten Ausnahmen für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis zu 60 km/h lehnte Prof. Dr. Engelhardt mit Nachdruck ab, ebenso wie Ausnahmen für kommunale Abfalltransporte. „Unsere Lkw dürfen auf Bundesstraßen außerorts auch nur 60 km/h fahren. Wenn man land- und forstwirtschaftliche Betriebe bis zu dieser Geschwindigkeit die Maut erlässt, wird es erhebliche Wettbewerbsverzerrungen zulasten des gewerblichen Güterkraftverkehrs geben.“ Die Ausnahme sollte daher auf land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von max. 40 km/h beschränkt werden, wie dies auch für das Güterkraftverkehrsgesetz geplant ist.

Außerdem forderte Prof. Dr. Engelhardt, dass Euro-VI Fahrzeuge als derzeit schadstoffärmste Fahrzeuge wie auch LNG-Fahrzeuge dringend einen stärkeren Mautvorteil erhalten, um den Anreiz zur Umrüstung der Flotten im Nahverkehr zu erhöhen. Die stärkere Berücksichtigung der Gewichtsklassen bei der Mautberechnung begrüßte Prof. Dr. Engelhardt, gab jedoch zu bedenken, dass der Fuhrpark von Unternehmen, die aufgrund des bisherigen Mautvorteils in 4-Achser investiert haben, nun entwertet wird. Er sprach sich dafür aus, hier Übergangslösungen zu finden.

DSLV kommentiert kostenpflichtige ,Express-Rampe‘

Warenempfang des Handels bleibt Brennpunkt für die Logistik

Die Wareneingangsabfertigung des Lebensmittel-Discounters Lidl ist beispielgebend für den dringenden organisatorischen Handlungsbedarf an den Warenlagerrampen des Handels. Ein seit kurzem über eine externe Internetplattform angebotener Entlade-Sonderdienst zeigt sehr deutlich, dass der an den meisten Handelslagern vorherrschende Warenannahmestau kein Normalzustand sein muss.

Auch wenn das System auf Komplettladungen ausgerichtet wurde und für Teilladungspartien und Stückgutverkehre eher weniger geeignet scheint, zeigt Lidl, dass eine schnellere Warenannahme grundsätzlich möglich ist und insofern erhebliches logistisches Effizienz- und Kosteneinsparpotential besteht. Allerdings lässt sich der Discounter die Auflösung der von ihm selbst verursachten Rampenengpässe gut bezahlen, kritisiert der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV).

Der Handelsriese bietet seit einigen Wochen an sechs eigenen Warenlagern die Entladung eines anliefernden Lkw innerhalb von 90 Minuten durch Lidl-Mitarbeiter als so genannten ,Express-Service‘ an, sofern die Buchung bis um 5:00 Uhr morgens am Tag der Anlieferung erfolgt. Damit will der Discounter nach eigenen Angaben die Anliefermöglichkeiten flexibilisieren und Schichtzeiten der Lkw-Fahrer optimieren. Die Gebühren für den Sonderservice betragen 40 Euro. Die Anlieferung außerhalb der regulären Warenannahmezeiten kostet 100 Euro.

„Dass Lidl sich jetzt nicht nur die Ordnung im eigenen Haus, sondern auch noch die Einhaltung der eigenen rechtlichen Verpflichtungen bezahlen lässt, muss mindestens kritisch hinterfragt werden“ bemerkt Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV. „Keinesfalls können erhobene Gebühren für Rampenarbeiten an Entladestellen bei den Speditionen und Transportunternehmen hängen bleiben“.

Andererseits waren die Abwicklungskosten an der Rampe bislang eine unbekannte Größe. Nun sind sie für die Lidl-Lieferanten als Auftraggeber der anliefernden Speditionen zumindest transparent und kalkulierbar, bewertet der DSLV den Sachverhalt. Huster hierzu: „Die Akzeptanz zur Kostenübernahme sollte bei den Speditionskunden hoch sein. Schließlich liegen die ,Servicegebühren‘ deutlich unterhalb von Lkw-Standgeldern, auf die das Transportunternehmen ansonsten bei stundenlangen, unverschuldeten Wartezeiten einen rechtlichen Anspruch hätte.“

Der Speditionsverband sieht deshalb in einem Express-Rampensystem auch keine grundsätzlichen Nachteile. Huster: „Nicht nur angesichts des fortschreitenden Fahrermangels müssen Aufenthaltszeiten der Lkw an den Empfangsrampen der Handelshäuser deutlich verkürzt werden“.

Der DSLV fordert vom Handel seit langem ein Bündel von Maßnahmen wie vereinfachte Wareneingangskontrollen und vor allem die Vermeidung zusätzlicher, zeitintensiver Arbeiten für den Fahrer wie das Abpacken von Mischpaletten oder das Entfernen von Verpackungsmaterialien.

Die Handelshäuser können die Unterstützung der Lkw-Fahrer nicht einfach voraussetzen. Eine Entladeverpflichtung anliefernder Speditionen besteht nicht, das Handelsgesetzbuch (HGB) und die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) sind hier eindeutig, stellt der DSLV klar. Rechtlich hat der Spediteur seinen Job erledigt, wenn das Fahrzeug geöffnet an der Rampe steht und der Empfänger die Ware entgegennehmen kann. „Wenn der Fahrer nicht länger als ,Entladehelfer‘ missbraucht wird, kann auch sein Berufsbild wieder etwas gewinnen“, zeigt sich Huster überzeugt.

NEUESTE MELDUNGEN DES LANDESVERBANDES

Was tun bei Suchtproblemen im Betrieb?


Bei mindestens zehn Prozent aller Arbeits-und Wegeunfälle ist Alkohol mit im Spiel. Dennoch zögern viele Vorgesetzte, entschieden gegen Alkoholmissbrauch im Betrieb vorzugehen. Damit begeben sie sich auf dünnes Eis.Nach Schätzungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) sind bis zu fünf Prozent aller Berufstätigen alkoholkrank,bis zu zehn Prozent haben problematische Konsumgewohnheiten.

Statistisch gesehen dürfte also so ziemlich jede Führungskraft im Laufe ihres Arbeitslebens irgendwann einem Alkoholproblem in ihrem Verantwortungsbereich begegnen. Wer den Dingen ihren Lauf lässt, solange „nichts Schlimmes“ passiert, begibt sich auf dünnes Eis, sowohl menschlich, betriebswirtschaftlich als auch rechtlich.Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit. Laut DHS fehlten Alkoholabhängige in einem Zeitraum von drei Jahren an 189 Tagen. Beider Kontrollgruppe betrug die Fehlzeit im selben Zeitraum 95 Tage. Die Arbeitsleistung von Beschäftigten mit Alkoholproblemen wird auf 75 Prozent der Normalleistung geschätzt.

Ursache dafür sind neben den Fehlzeiten die verminderte Konzentrationsfähigkeitund größere Fehlerhäufigkeit. Studienergebnisse der WHO belegen, dass bei 10 bis 25 Prozent der Arbeits-und Wegeunfälle Alkohol eine Rolle spielt.Es gibt also gute Gründe, ein mögliches Alkoholproblem frühzeitig anzusprechen. Das hilft auch den Alkoholkranken oder -gefährdeten. Denn je früher eingegriffen wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Betroffene seinen Arbeitsplatz behalten kann.Früh eingreifenAuch rechtlich gibt es für die Unternehmen den Zwang, auf Alkoholmissbrauch im dienstlichen Umfeld sofort zu reagieren. Paragraf 7 der DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ verbietet es Unternehmern, „Versicherte, die erkennbar nicht in der Lage sind, eine Arbeit ohne Gefahr für sich und andere auszuführen“, mit dieser Arbeit zu beschäftigen.

Wenn ein Arbeitgeber Verstöße gegen das Verbot grob fahrlässig oder vorsätzlich ignoriert, kann er bei einem Arbeitsunfall in letzter Konsequenz durch seinen Unfallversicherungsträger in Regress genommen werden.Die Information „Suchtprävention in der Arbeitswelt -Handlungsempfehlungen“ (DGUV Information 206-009)unterstützt Vorgesetzte beim Umgang mit dem Thema. Die Broschüre gibt Tipps zur Gesprächsführung mit Mitarbeitern, bei denen ein problematischer Suchtmittelkonsum vermutet wird, und liefert Antworten auf häufig gestellte Fragen zum rechtssicheren Handelnim Akutfall.Quelle: BG Verkehr

Lkw Fahrverbote am 31.10.2019

Am Reformationstag des Jahres 2019 besteht ein Fahrverbot in den ostdeutschen Bundesländern (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt). Obwohl der Reformationstag auch in den norddeutschen Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ein Feiertag ist, dürfen Lkw dort fahren, da der Feiertag in diesen Bundesländern noch nicht in die den generellen Fahrverboten zugrundeliegende Straßenverkehrsordnung übernommen wurde. Am Freitag, 1. November 2019 (Allerheiligen) gilt das Fahrverbot ausschließlich in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Zu beachten ist die Sonderregelung für den Transitverkehr von und nach Berlin am 31.10.2019:

Transporte, die von oder nach Berlin (Abfahrt- oder Zielort) durch die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt führen, sind auch in der Zeit zwischen 00:00 – 22:00 Uhr auf den folgenden Bundesautobahnen (A2, A20, A24, A4, A9, A10,A12,A13, A14, A15, A17, A19, A38, A71, A71, A111, A113, A114, A115, A117, A143) erlaubt.

Neue Incoterms 2020

Die neuen ICC-Handelsklauseln, Incoterms 2020, werden in Kürze veröffentlicht. Die ICC (International Chamber of Commerce) aktualisierte die Incoterms® zuletzt 2010. Diese Fassung ist auch heute noch in Kraft. Bei der Abwicklung insbesondere grenzüberschreitender Warenverkehre entstehen für Wirtschaftsbeteiligte die unterschiedlichsten Verpflichtungen.

Weitere Infos finden Sie hier

Belarus: Achslastbeschränkungen im Frühjahr und Sommer 2019

Auf zahlreichen belarussischen Straßen gelten auf Grund von
Frostschäden in der Zeit seit dem 25. März bis 25. April 2019 geringere Achslasten für den Schwerverkehr. Nach Informationen des belarussischen Verbandes BAIRC bestehen gemäß Erlass Nr. 10 des Ministeriums für Transport und Kommunikation der Republik Belarus vom 6. März 2019 zeitlich befristete Beschränkungen der höchstzulässigen Achslasten.

So werden auf einer Vielzahl der belarussischen Straßen die höchstzulässigen Achslasten in dieser Zeit auf sechs bis neun Tonnen herabgesetzt. Ausgenommen von diesen Beschränkungen sind unter anderem die in den Paragraphen 2.1 und 2.2 des Erlasses aufgeführten Autobahnen und Autobahnabschnitte, mautpflichtige Streckenabschnitte (Anhang 2 des Erlasses Nr. 10), sowie Beförderungen leicht verderblicher Güter, lebender Tiere, gefährlicher Güter.

In den Sommermonaten vom 23. Mai bis zum 31. August 2019 gelten an Tagen mit Lufttemperaturen von mehr als 25° C tagsüber in der Zeit von 11:00 bis 20:00 Uhr Fahrverbote auf asphaltierten Straßen der Republik Belarus für Fahrzeuge mit oder ohne Ladung, bei denen die Achslasten mehr als sechs Tonnen auf der Einzelachse betragen.

Ausgenommen von den genannten Fahrverboten sind unter anderem Beförderungen leicht verderblicher Güter, lebender Tiere, gefährlicher Güter sowie Fahrzeuge auf mautpflichtigen Straßen.

Quelle: DSLV

Brexit: Warnhinweis der französischen Zollbehörden für den Fall eines harten Brexit am 12.04.2019

Sollte es am 12.04.2019 zu einem „harten“ No-Deal-Brexit kommen, werden die französischen Zollbehörden in der Nacht vom 12. auf den 13.04.2019 ihre IT-Systeme an die neue Situation anpassen, d.h. für einige Stunden ist keine Übermittlung von Zollanmeldungen möglich.


Die französischen Zollbehörden informieren wie folgt:


„Für den Fall, dass die laufenden Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich nicht mehr zu einem anderen Ergebnis als einem Verlassen der EU ohne Austrittsvertrag am 12. April („No-Deal“-Szenario) führen, werden wir in der Nacht vom 12. auf den 13. April Eingriffe in unserem IT-System vornehmen, um das Zollinformationssystem auf seine Brexit-Konfiguration umzuschalten. Daraus folgt, dass die elektronischen Dienste NCTS, Delt@-G, Delt@-X Import, Delt@-X Export und ECS von Freitag, 12. April, 22 Uhr bis Samstag, 13, April, 1 Uhr nicht zur Verfügung stehen, damit das IT-System in die Brexit-Konfiguration umgeschaltet werden kann. Während dieses Zeitraums stehen nur Backup-Prozeduren zur Verfügung. Alle die o.g. Verfahren werden allen Zollbeteiligten für die Zollabfertigung von Drittlandsverkehren (mit und ohne Brexit-Kontext) ab 1 Uhr nachts wieder wieder zur Verfügung stehen. Der französische Zoll rät jedoch dazu, den Grenzübertritt per Fähre so zu planen, dass er vor 20.30 Uhr stattfindet, bzw. vor 21.30 Uhr bei Nutzung des Eurotunnels. Bitte planen Sie die Zollabwicklung Ihrer Transporte rechtzeitig mit Ihrem Zollvertreter.“


Falls es am 12.04.2019 zu einem „harten Brexit“ kommen sollte, wird Großbritannien ab 13.04.2019, 0.00 Uhr MESZ nicht mehr Teil der EU sein. Grundsätzlich wird von Transporten GB <=> EU in dieser Nacht abgeraten , da die Konstellation „Transport startet, während GB noch der EU angehört, endet aber nach dem Brexit“ zu einer Vielzahl schwer lösbarer Komplikationen führen kann.


Quelle: BGL

Frankreich: Neue Abwicklungsmodalitäten an den französischen Seehäfen und den Eurotunnel-Terminals bei Beförderungen nach Großbritannien nach einem Brexit

Der französische Zoll hat sich in Zusammenarbeit mit den Betreibern der französischen Fährhäfen und des Eurotunnel auf die Handhabung eines harten Brexit vorbereitet.


Nach Angaben der französischen Zollbehörden werden bis zu 80% des Verkehrsaufkommens zwischen der EU27 und dem künftig nicht mehr zum Zollgebiet der Union gehörigen Großbritannien über die französischen Fähr- und Tunnelterminals abgewickelt. Vor diesem Hintergrund haben der französische Zoll und Betreibergesellschaften der Terminals vorbereitende Maßnahmen getroffen, um die Verkehre nach dem Brexit auch weiterhin möglichst verzögerungsfrei abwickeln zu können.


Wie auch in den Niederlanden beruht auch das französische Konzept auf der Notwendigkeit, die künftig nötigen Zollformalitäten bereits vor Erreichen der Grenze zu erledigen. Während das niederländische System das elektronische Hinterlegen der entsprechenden Zollanmeldungen in der Hafen-Datenbank Portbase verlangt, setzt das französische System darauf, vor oder direkt bei Erreichen des Terminals die Barcodes und MRN-Nummern (MRN = Master Reference Number) der Zollanmeldungen per Scan zu erfassen und dem Kennzeichen des zugehörigen Fahrzeugs zuzuordnen. Die so erfassten Daten werden den Zollbehörden elektronisch zugeleitet. Auf der Basis automatischer Kennzeichenerkennungssysteme wird es damit möglich, die Fahrzeuge automatisch entweder den „green lanes“ (Durchfahrt ohne Zollkontrolle für Fahrzeuge, für deren Ladung alle nötigen Zollanmeldungen vorliegt und die auch nicht im Rahmen der Risikokontrolle auffällig geworden sind) oder den „orange lanes“ (für Fahrzeuge, die weiteren Kontrollen unterworfen oder gar völlig abgewiesen werden) zuzuordnen.

Quelle: BGL

Spanien sanktioniert das Verbringen der regelmäßigen Wochenruhezeit in der Fahrerkabine

Ab sofort wird das Verbringen der regelmäßigen Wochenruhezeit in der Fahrerkabine in Spanien sanktioniert.

Nach Angaben des spanischen Verbandes ASTIC wurden am 20. Februar 2019 im spanischen Amtsblatt Änderungen des spanischen Transportgesetzes ROTT veröffentlicht, die am 21. Februar 2019 in Kraft getreten sind. Darin ist unter anderem festgelegt worden, dass das Verbringen der regelmäßigen Wochenruhezeit in der Fahrerkabine ab sofort sanktioniert werden kann.

Da derzeit noch kein eigener Bußgeldtatbestand gegen entsprechende Verstöße gesetzlich festgelegt wurde, werten die spanischen Kontrollbehörden das Verbringen der regelmäßigen Wochenruhezeit in der Fahrerkabine als Fehlen einer regulären wöchentlichen Ruhezeit. Ein entsprechender Verstoß wird in Spanien mit 2.000 € belangt.

Nach Angaben des spanischen Verbandes ASTIC wurden von den Kontrollbehörden bis dato keine Anweisungen herausgegeben, wie das Verbringen der Wochenruhezeit kontrolliert werden soll. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass aktuelle Verstöße und Verstöße aus der Vergangenheit geahndet werden können. Bis dato sollen keine Nachweisdokumente von den Kontrollbehörden verlangt werden, die belegen, dass der Fahrer die Ruhezeit nicht in der Fahrerkabine verbracht hat (z. B. Hotelrechnungen oder ähnliches).

LVSA-Mitglieder- und Wahlversammlung 2018: neues Präsidium

Am 24. November 2018 fand unsere Mitglieder- und  Wahlversammlung statt.

Unserer langjähriger Präsident (seit 2006) Herr Gerhard Bertram und Gründungsmitglied des LVSA (9.April 1990) konnte wegen Erreichung der Altersgrenze nicht wieder kandidieren.
Aus dem vergangenen Präsidium kandidierten wieder und wurden gewählt:

Vizepräsidenten Herr Jens-Uwe Jahnke und  Herr Hans-Dieter Otto
Präsidiumsmitglieder  Herr Wolf-Peter Peter, Herr Peter Meier

Neu in das Präsidium wurden gewählt als:
Vizepräsident Herr Danilo  Ebel
Präsidiumsmitglied Frau Sandy Auch

Herr Jens-Uwe Jahnke wurde zum neuen Präsidenten gewählt.
Die Herren Ebel und Otto wurden als Vize-Präsidenten gewählt.

Unser Präsident Herr Gerhard Bertram wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

 

Pressemitteilungen

Der Landesverband des Verkehrsgewerbes Sachsen-Anhalt e.V. vertritt auch über Hör- oder Printmedien ständig und vehement die Interessen seiner Mitglieder.

ADFC und BGL: Wir brauchen Sicherheit für Radfahrende – jetzt!

Gemeinsames Positionspapier zu Lkw-Abbiegeunfällen Der Fahrradclub ADFC und der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. appellieren dringend an Kommunalpolitik und Transportbranche, mehr Sicherheit für Radfahrende zu schaffen. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die beiden führenden Interessensverbände den sicheren Umbau von Kreuzungen, getrennte Grünphasen an Ampeln und die Ausrüstung möglichst aller Lkw mit Abbiegeassistenzsystemen. ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Storksagt: „Die Art, wie Kreuzungen in Deutschland gestaltet sind, begünstigt schwerste Unfälle.

Wenn an der Ampel Lkw und Rad direkt nebeneinanderstehenund gleichzeitig Grün bekommen, ist höchste Gefahr im Verzug. Wenn dann die Person auf dem Rad geradeaus fahren will –und der Lkw rechts abbiegt –entsteht eine tödliche Falle, die jährlich 30 bis 40 Menschen das Leben kostet. Kommunen dürfen diese Gefahr nicht weiter ignorieren, sondern müssen gefährliche Knotenpunkte identifizieren und sofort entschärfen!“BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardtsagt: „ADFC und BGL eint das Anliegen, die angespannte Situation auf den Straßen zu entschärfen und Radfahrende besser vor schrecklichen Kollisionen mit Lastwagen –und damit auch die Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer vor den traumatischen Folgen –zu schützen.

Deshalb werben wir für eine sicherheitsoptimierte Radwegeinfrastruktur und fordern nicht nur unsere Mitgliedsunternehmen,sondern alle Lkw-Besitzer auf, zeitnah in leistungsfähige Abbiegeassistenzsystemezu investieren, um die Unfallzahlen dauerhaft zu minimieren.“In einem heute in Berlin vorgestellten Positionspapier fordern ADFC und BGL:Kreuzungen sicher umbauen –Verkehrsströme räumlich trennen!Um schwere Unfälle an Kreuzungen zu verhindern, müssen Lkw und Rad-sowie Fußverkehr räumlich getrennt und gute Sichtbeziehungen hergestellt werden.

Die Bundesmittel für den Radverkehr aus dem Klimapaket sollen zur schnellen Entschärfung von Kreuzungen durch Sicherheitselemente, wie aufgepflasterte Schutzinseln und deutlich vorgezogene Haltelinien, genutzt werden. Grünphasen trennen –Ampelschaltungen entschärfen!Geradeausfahrender Radverkehr und rechts abbiegende Kfz sollten nicht gleichzeitig Grün haben. Die Lösung sind getrennte Ampelphasen für die unterschiedlichen Verkehrsströme.

Kürzere Grünphasen für den Kfz-Verkehr sind zugunsten der Verkehrssicherheit und der Gleichberechtigung der Verkehrsarten in Kauf zu nehmen.Lkw-Abbiegeassistenten –zum Standard machen!Der verpflichtende Einbau von Lkw-Abbiegeassistenten muss schnellstmöglich umgesetzt werden. Bis die europaweite Pflicht greift, müssen Kommunen ihre Fuhrparks freiwillig mit Abbiegeassistenten aus-beziehungsweise nachrüsten. Auch an Transportunternehmen geht der Appell, Lkw-Flotten mit Abbiegeassistenten nachzurüsten und die Fördermittel des Bundes aus der „Aktion Abbiegeassistent“ zu nutzen. Hersteller müssen schnellstmöglich Abbiegeassistenten mit Notbremsfunktion marktreif entwickeln.2Sichere Anfahrt zu Baustellen –nur konfliktarme Routen!Bei großen innerstädtischen Bauvorhaben müssen Kommunen darauf achten, dass die Anfahrtsrouten der Baustellenfahrzeuge möglichst konfliktarm geplant werden.

Hauptachsen des Radverkehrs und Baustellenverkehr müssen wo immer möglich voneinander getrennt sein. Toten Winkel überwinden –Verkehrsteilnehmende sensibilisierenTheoretisch gibt es seit der Einführung der vorgeschriebenen Zusatzspiegel an Lkw im Jahr 2007 keinen Toten Winkel mehr. In der Praxis kann der Fahrer / die Fahrerin während eines komplexen Abbiegevorgangs nicht alle Spiegel gleichzeitig im Auge behalten. Toter-Winkel-Kampagnen sind daher genauso irreführend wie die Aussage, der Lkw-Fahrer / die Lkw-Fahrerin könne stets alles überblicken. Alle Verkehrsteilnehmenden müssen für die Gefahr sensibilisiert werden. Vor Fahrtantritt müssen Lkw-Fahrer*innen auf freie Sicht und die richtige Spiegeleinstellung achten. Unfallforschung verbessern –Forschungslücke Kreuzungsdesign schließen ADFC und BGL beklagen eine Forschungslücke zur Bewertung unterschiedlicher Kreuzungs-und Signalisierungsarten.

Diese muss geschlossen werden. Auf Basis dieser Forschung müssen neue Design-Standards für sichere Straßen und Kreuzungen entwickelt und schnell in den technischen Regelwerken verankert werden. Schwere Unfälle müssen auch in Hinblick auf die Verbesserung der Infrastruktur systematisch ausgewertet werden.30-40 Todesfälle pro Jahr –und ungezählte TraumatisierteJedes Jahr sterben 30 bis 40 Radfahrende unter den Rädern von abbiegenden Lkw. Die Zahl droht nach Einschätzung von ADFC und BGL zu steigen, denn sowohl städtischer Güterverkehr als auch Radverkehr nehmen weiter zu.

Während die „Aktion Abbiegeassistent“ des Bundesverkehrs-ministeriums im Jahr 2019 durch erhöhte Aufmerksamkeit für das Themazu einer leichten Verbesserung der Unfallsituation geführt hat, zeigt sich zu Beginn des Jahres 2020 ein deutlich eingetrübtes Bild. Schon sechs Radfahrerinnen und Radfahrer wurden in den ersten Wochen durch abbiegende Lkw getötet. Hauptverursacher ist inüber 90 Prozent der Fälle der Lkw-Fahrer beziehungsweise die Lkw-Fahrerin. Als Opfer überdurchschnittlich häufig betroffen sind Frauen, Kinder und Senior*innen auf dem Rad. Auch die Angehörigen und Hinterbliebenen sowie Augenzeugen, Rettungskräfte und Polizist*innen am Unfallort werden durch solche Unfälle oft für Jahrzehnte traumatisiert.

Das gilt auch für die betroffenen Lkw-Fahrerinnen und Fahrer. Engelhardt: „Deshalb kann unser gemeinsames Ziel nur ‚Vision Zero‘ –also keine Verkehrstoten und keine Schwerverletzten mehr –sein!“

DSLV benennt sich um in ‚Bundesverband Spedition und Logistik‘

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband e. V. (DSLV) firmiert ab sofort unter der Bezeichnung ‚DSLV Bundesverband Spedition und Logistik e. V.‘. „Mit der neuen Namensgebung soll die föderale Verbandsstruktur, in welcher der DSLV als Dach- und Spitzenverband arbeitet, unterstrichen werden“, kommentiert Präsident Axel Plaß die Entscheidung. Jetzt mit neuem Logo bleibt die bei Politik, Presse, Öffentlichkeit und Mitgliedsunternehmen bekannte Marke ‚DSLV‘ aber erhalten.

Durch 16 regionale Landesverbände repräsentiert der DSLV die verkehrsträgerübergreifenden Interessen von etwa 3.000 Speditions- und Logistikbetrieben, die mit insgesamt 585.000 Beschäftigten und einem jährlichen Branchenumsatz in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro wesentlicher Teil der drittgrößten Branche Deutschlands sind. Die Mitgliederstruktur reicht von global agierenden Logistikkonzernen, 4PL- und 3PL-Providern über größere, inhabergeführte Speditionshäuser mit eigenen LKW-Flotten sowie Befrachter von Binnenschiffen und Eisenbahnen bis hin zu See-, Luftfracht-, Zoll- und Lagerspezialisten.

„Speditionen fördern und stärken die funktionale Verknüpfung sämtlicher Verkehrsträger. Die Verbandspolitik des DSLV wird deshalb maßgeblich durch die verkehrsträgerübergreifende Organisations- und Steuerungsfunktion des Spediteurs bestimmt“, erläutert Plaß die Ausrichtung des Bundesverbands. Der DSLV ist politisches Sprachrohr sowie zentraler Ansprechpartner für die Bundesregierung, für die Institutionen von Bundestag und Bundesrat sowie für alle relevanten Bundesministerien und -behörden im Gesetzgebungs- und Gesetzumsetzungsprozess, soweit die Logistik und die Güterbeförderung betroffen sind. Gemeinsam mit seinen Landesverbänden ist der DSLV Berater und Dienstleister für die Unternehmen seiner Branche. Als Arbeitgeberverbände und Sozialpartner vertreten die DSLV-Landesverbände die Branche in regionalen Tarifangelegenheiten.

Der DSLV ist Mitglied des Europäischen Verbands für Spedition, Transport, Logistik und Zolldienstleistung (CLECAT), Brüssel, der Internationalen Föderation der Spediteurorganisationen (FIATA), Zürich, sowie assoziiertes Mitglied der Internationalen Straßentransport-Union (IRU), Genf. In diesen internationalen Netzwerken nimmt der DSLV auch Einfluss auf die Entwicklung des EU-Rechts in Brüssel und Straßburg und auf internationale Übereinkommen der UN, der WTO, der WCO, u. a.

Die Änderung des Verbandsnamens hatte die Mitgliederversammlung des DSLV bereits im September 2018 beschlossen; jetzt hat das Registergericht die Änderung auch im Vereinsregister vollzogen.

Zum 01.01.2019 wird die Lkw-Maut um bis zu 60 % erhöht

Am stärksten trifft es die saubersten Fahrzeuge

Aus Anlass der Veröffentlichung des „Gesetzes zur Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes“ im Bundesgesetzblatt weist der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. aus Frankfurt am Main auf mögliche Auswirkungen hin. Nach der viele Transportunternehmen und Speditionen betreffenden Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen zum 01.07.2018 tritt zum 01.01.2019 eine weitere kostenwirksame Änderung der Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen und Autobahnen in Kraft. Neben einer (wegen der Mautausweitung) höheren Infrastrukturmaut werden den Lkw auch sogenannte externe Kosten – Luftverschmutzungskosten und erstmals auch Lärmkosten in Rechnung gestellt. Diese Lärmkosten sind für alle Lkw gleich hoch ­– eine Differenzierung, nach der leisere Lkw bevorzugt würden, findet nicht statt. Durch Anhebung aller Mautsätze für schwere Lkw rechnet der Bund bis 2022 mit Mehreinnahmen in Höhe von insgesamt 4,16 Mrd. Euro, also über einer Milliarde Euro mehr pro Jahr.

Die höheren Mautsätze treffen Fahrzeuge aller Emissionsklassen. Extreme Mautsatzsteigerungen erfahren allerdings ausgerechnet Transportunternehmer, die in jüngerer Zeit in die emissionsärmsten Fahrzeuge investiert haben. Da auch für Euro VI-Fahrzeuge erstmals ab Beginn kommenden Jahres sogenannte Luftverschmutzungskosten erhoben werden, sind die Mautsatzsteigerungen hier besonders hoch. So werden die 5-Achs-Kombinationen der saubersten Emissionsklasse Euro VI, mit denen inzwischen 60 % aller Mautkilometer auf deutschen Straßen zurückgelegt werden, um fast 40 % höher belastet. Noch härter trifft es die Euro VI 4-Achs-Kombinationen, mit denen Volumengüter (z.B. Möbel, Solarpaneele, Zulieferteile für die Automobilindustrie) transportiert werden: Deren Mautsätze steigen um nahezu 60 %.

Hintergrund: In Deutschland werden über 80 % aller Güter mit dem Lkw transportiert…

Zweite Mammut-Kartellklage gegen LKW-Hersteller eingelegt

Der BGL hat gemeinsam mit dem Rechtsdienstleister financialright claims GmbH eine zweite Klage für mehr als 3.800 Transport- und Logistikunternehmen mit über 64.000 Lkw aus 26 Ländern am 14.12.2018 am Landgericht München eingereicht

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. aus Frankfurt am Main hat zusammen mit dem Rechtsdienstleister financialright claims GmbH am 14. Dezember 2018 vor dem Landgericht München I für mehr als 3.800 Unternehmen mit über 64.000 LKW Klage gegen das sogenannte „LKW-Kartell“ erhoben. Die juristische Vertretung vor Gericht übernimmt die auf Kartellschadensersatzverfahren spezialisierte Kanzlei Hausfeld Rechtsanwälte LLP.

In den Jahren 2016 und 2017 hatte die Europäische Kommission Rekordgeldbußen von über EUR 3,7 Milliarden gegen alle führenden LKW-Hersteller (MAN, Daimler-Benz, Volvo/Renault, DAF, IVECO und Scania) wegen ihrer Beteiligung an dem sog. LKW-Kartell verhängt. Das Kartell dauerte mindestens 14 Jahre, nämlich von Januar 1997 bis Januar 2011. Dabei sollen die Hersteller Preise für Lkw sowie den Zeitpunkt der Einführung und die Weitergabe der Mehrkosten für die Einhaltung der Abgasnormen EURO III bis EURO VI abgesprochen haben.

Nachdem bereits Ende 2017 eine erste Kartell-Klage gegen die LKW-Hersteller eingelegt wurde, haben die o.g. Projektpartner am 14.12.2018 eine zweite Klage vor dem Landgericht München I erhoben. Diese Klage umfasst mehr als 3.800 meist kleine und mittelständische Unternehmen mit über 64.000 LKW.

Gemeinsam mit der ersten Klage wird damit für insgesamt über 149.000 LKW Schadensersatz eingeklagt. Die beiden Klagen sind – selbst wenn man sie getrennt betrachtet – die größten vor Gericht befindlichen Klagen zum LKW-Kartell.

Verkehrsverbände begrüßen Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Allianz gegen Logistikengpässe und Fachkräftemangel

Die Verkehrsverbände Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ), Bundesverband deutscher Omnibusunternehmer (BDO), Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK), Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) sowie Deutscher Speditions- und Logistikverband (DSLV) haben in einer gemeinsamen Stellungnahme den Entwurf eines Fachkräfteeinwanderungsgesetzes begrüßt.

Der Gesetzentwurf, der am Mittwoch, den 19. Dezember 2018, im Bundeskabinett beschlossen werden soll, kann aus Sicht der Verbände zur Behebung des Fachkräftemangels in den Branchen beitragen. Neben Hochschulabsolventen soll es dadurch auch Fachkräften mit qualifizierter Berufsausbildung aus Nicht-EU-Staaten ermöglicht werden, in Deutschland einen Arbeitsplatz zu finden. Es gilt jetzt, den zügigen und konsequenten Abbau bürokratischer Integrationshemmnisse zu beschleunigen.

Um dem Fachkräftemangel zu begegnen ist es unerlässlich, auch das Potential ausländischer Fachkräfte verstärkt zu nutzen. Trotz der konjunkturell guten Rahmenbedingungen und eines günstigen Geschäftsklimas in den Verkehrsbranchen hält das Fachkräfteangebot nicht mit dem aktuellen Branchenwachstum mit. Die Verbände der Verkehrsbranchen fordern schon seit längerem gezielte, an den Bedürfnissen der in Transport und Logistik Beschäftigten ausgerichtete, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.

Die Verkehrsverbände mahnen weiterhin an, neben den Bemühungen um ausländische Fachkräfte gleichzeitig das Potential inländischer Arbeitnehmer zu heben und die Anstrengungen zur Qualifizierung und Rekrutierung von Fachkräften aus Deutschland zu intensivieren.

Neben Berufskraftfahrern braucht die Branche international ausgebildete Hochschulabsolventen verschiedener Fachbereiche, ebenso, wie die im dualen System ausgebildeten Fachkräfte. Zudem wird es, wie in vielen anderen Branchen, auch für Logistik- und Busunternehmen zunehmend schwieriger betriebliche Ausbildungsplätze zu besetzen und hierdurch qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft zu generieren.

Gelingt es nicht, in der Branche ausreichend Fach- und Nachwuchskräfte zu mobilisieren, drohen im schlimmsten Fall Versorgungsengpässe und Angebotseinschränkungen im öffentlichen Verkehr sowie der Bustouristik.

Mit einem Fünf-Punkte-Plan haben die führenden Transport- und Logistikverbände gemeinsam mit den Handels- und Industrieverbänden bereits Handlungsfelder zur Abwendung von Logistikengpässen durch Fahrermangel identifiziert.

BGL verteidigt Interessen der Transportunternehmer bei Anhörung zu neuen Mautsätzen

Engelhardt warnt bei Bundestagsanhörung vor erheblichen Kostensteigerungen und lehnt geplante Ausnahmen für Landwirte und Müllfahrzeuge ab

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V., Prof. Dr. Dirk Engelhardt, hat in der Anhörung des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages am 10.10.2018 klare Worte zur neuen LKW-Maut ab Januar 2019 gefunden. Engelhardt wies dabei mit Nachdruck auf die zu erwartende zusätzliche Mehrbelastung für das Transportgewerbe i. H. v. von 3 Milliarden Euro pro Jahr hin und verdeutlichte: „Diese eklatante Mautsteigerung kann bei den geringen Gewinnmargen kein Transportunternehmer stemmen. Sie wird daher unweigerlich zu steigenden Verbraucherpreisen führen!“

Die von der Bundesregierung geplanten Ausnahmen für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis zu 60 km/h lehnte Prof. Dr. Engelhardt mit Nachdruck ab, ebenso wie Ausnahmen für kommunale Abfalltransporte. „Unsere Lkw dürfen auf Bundesstraßen außerorts auch nur 60 km/h fahren. Wenn man land- und forstwirtschaftliche Betriebe bis zu dieser Geschwindigkeit die Maut erlässt, wird es erhebliche Wettbewerbsverzerrungen zulasten des gewerblichen Güterkraftverkehrs geben.“ Die Ausnahme sollte daher auf land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von max. 40 km/h beschränkt werden, wie dies auch für das Güterkraftverkehrsgesetz geplant ist.

Außerdem forderte Prof. Dr. Engelhardt, dass Euro-VI Fahrzeuge als derzeit schadstoffärmste Fahrzeuge wie auch LNG-Fahrzeuge dringend einen stärkeren Mautvorteil erhalten, um den Anreiz zur Umrüstung der Flotten im Nahverkehr zu erhöhen. Die stärkere Berücksichtigung der Gewichtsklassen bei der Mautberechnung begrüßte Prof. Dr. Engelhardt, gab jedoch zu bedenken, dass der Fuhrpark von Unternehmen, die aufgrund des bisherigen Mautvorteils in 4-Achser investiert haben, nun entwertet wird. Er sprach sich dafür aus, hier Übergangslösungen zu finden.

DSLV kommentiert kostenpflichtige ,Express-Rampe‘

Warenempfang des Handels bleibt Brennpunkt für die Logistik

Die Wareneingangsabfertigung des Lebensmittel-Discounters Lidl ist beispielgebend für den dringenden organisatorischen Handlungsbedarf an den Warenlagerrampen des Handels. Ein seit kurzem über eine externe Internetplattform angebotener Entlade-Sonderdienst zeigt sehr deutlich, dass der an den meisten Handelslagern vorherrschende Warenannahmestau kein Normalzustand sein muss.

Auch wenn das System auf Komplettladungen ausgerichtet wurde und für Teilladungspartien und Stückgutverkehre eher weniger geeignet scheint, zeigt Lidl, dass eine schnellere Warenannahme grundsätzlich möglich ist und insofern erhebliches logistisches Effizienz- und Kosteneinsparpotential besteht. Allerdings lässt sich der Discounter die Auflösung der von ihm selbst verursachten Rampenengpässe gut bezahlen, kritisiert der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV).

Der Handelsriese bietet seit einigen Wochen an sechs eigenen Warenlagern die Entladung eines anliefernden Lkw innerhalb von 90 Minuten durch Lidl-Mitarbeiter als so genannten ,Express-Service‘ an, sofern die Buchung bis um 5:00 Uhr morgens am Tag der Anlieferung erfolgt. Damit will der Discounter nach eigenen Angaben die Anliefermöglichkeiten flexibilisieren und Schichtzeiten der Lkw-Fahrer optimieren. Die Gebühren für den Sonderservice betragen 40 Euro. Die Anlieferung außerhalb der regulären Warenannahmezeiten kostet 100 Euro.

„Dass Lidl sich jetzt nicht nur die Ordnung im eigenen Haus, sondern auch noch die Einhaltung der eigenen rechtlichen Verpflichtungen bezahlen lässt, muss mindestens kritisch hinterfragt werden“ bemerkt Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV. „Keinesfalls können erhobene Gebühren für Rampenarbeiten an Entladestellen bei den Speditionen und Transportunternehmen hängen bleiben“.

Andererseits waren die Abwicklungskosten an der Rampe bislang eine unbekannte Größe. Nun sind sie für die Lidl-Lieferanten als Auftraggeber der anliefernden Speditionen zumindest transparent und kalkulierbar, bewertet der DSLV den Sachverhalt. Huster hierzu: „Die Akzeptanz zur Kostenübernahme sollte bei den Speditionskunden hoch sein. Schließlich liegen die ,Servicegebühren‘ deutlich unterhalb von Lkw-Standgeldern, auf die das Transportunternehmen ansonsten bei stundenlangen, unverschuldeten Wartezeiten einen rechtlichen Anspruch hätte.“

Der Speditionsverband sieht deshalb in einem Express-Rampensystem auch keine grundsätzlichen Nachteile. Huster: „Nicht nur angesichts des fortschreitenden Fahrermangels müssen Aufenthaltszeiten der Lkw an den Empfangsrampen der Handelshäuser deutlich verkürzt werden“.

Der DSLV fordert vom Handel seit langem ein Bündel von Maßnahmen wie vereinfachte Wareneingangskontrollen und vor allem die Vermeidung zusätzlicher, zeitintensiver Arbeiten für den Fahrer wie das Abpacken von Mischpaletten oder das Entfernen von Verpackungsmaterialien.

Die Handelshäuser können die Unterstützung der Lkw-Fahrer nicht einfach voraussetzen. Eine Entladeverpflichtung anliefernder Speditionen besteht nicht, das Handelsgesetzbuch (HGB) und die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) sind hier eindeutig, stellt der DSLV klar. Rechtlich hat der Spediteur seinen Job erledigt, wenn das Fahrzeug geöffnet an der Rampe steht und der Empfänger die Ware entgegennehmen kann. „Wenn der Fahrer nicht länger als ,Entladehelfer‘ missbraucht wird, kann auch sein Berufsbild wieder etwas gewinnen“, zeigt sich Huster überzeugt.

AMÖ unterstützt „Aktion Abbiegeassistent“ des BMVI

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. ist „offizieller Unterstützer“ der „Aktion Abbiegeassistent“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zur Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer.

Nachdem der Bundesrat zur Vermeidung insbesondere tödlicher Unfälle jüngst von der Bundesregierung eine Forcierung der EU-weit verpflichtenden Einführung sicherheitswirksamer technischer Einrichtungen wie Abbiegeassistenzsysteme gefordert hat, startete gestern die „Aktion Abbiegeassistent“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V. sieht die für Unternehmen freiwillige „Aktion Abbiegeassistent“ von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) als eine zielführende Maßnahme an, die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. In diesem Zusammenhang ist es der AMÖ ein besonderes Anliegen, die „Aktion Abbiegeassistent“ als „offizieller Unterstützer“ zu begleiten und als Multiplikator an ihrer Empfehlung mitzuwirken.

In einer gemeinsamen Presseerklärung hat die AMÖ mit dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (BDO), dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e.V. (BGL), dem Bundesverband Paket & Express-logistik e.V. (BIEK), dem Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik e.V. (BWVL) sowie dem Deutschen Speditions- und Logistikverband e.V. (DSLV) noch einmal ausdrücklich die Voraussetzungen für den Erfolg der Aktion verdeutlicht. Darin fordern wir:

  • Der Bund muss kurzfristig einheitliche Kriterien definieren, welche konkreten Anforderungen ein „Abbiegeassistent“ erfüllen muss. Unternehmen, die ein Abbiegeassistenzsystem nachrüsten möchten, müssen sicher sein, dass dieses die Verkehrssicherheit auch tatsächlich erhöht und keine Scheinlösung darstellt. Aktuell ist dies aufgrund der technologischen Vielfalt der am Markt verfügbaren Systeme nicht sichergestellt. Diese Position wurde im Rahmen des Fachgesprächs zur „Aktion Abbiegeassistent“ von der Bundesanstalt für Straßenwesen unterstützt. Eine Liste mit Systemen, die die zu definierenden einheitlichen Kriterien erfüllen, sollte sodann im Internet veröffentlicht werden.

 

  • Eine Aufklärungskampagne des BMVI über die Gefahren für schwächere Verkehrsteilnehmer sollte die technische Anpassung der Fahrzeuge begleiten. Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob und inwieweit eine Anpassung der Straßenverkehrsordnung sowie zeitversetzte Ampelschaltungen notwendig sind, um das Gefahrenpotential beim Rechtsabbiegen zu reduzieren.

 

  • Ergänzend begrüßen die Verbände das Bestreben des Bundesverkehrsministers, den freiwilligen Einbau von geprüften Abbiegeassistenzsystemen durch finanzielle Förderungen im Rahmen eines eigenständigen Förderprogramms des Bundes zu beschleunigen. Eine Förderung ausschließlich im Rahmen des bestehenden De-minimis-Programms würde kleinere nicht mautpflichtige Nutzfahrzeuge sowie Busse ausschließen und das Fördervolumen pro Unternehmen stark beschränken.

BGL verteidigt Interessen der Transportunternehmer bei Anhörung zu neuen Mautsätzen

Engelhardt warnt bei Bundestagsanhörung vor erheblichen Kostensteigerungen und lehnt geplante Ausnahmen für Landwirte und Müllfahrzeuge ab

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V., Prof. Dr. Dirk Engelhardt, hat in der Anhörung des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages am 10.10.2018 klare Worte zur neuen LKW-Maut ab Januar 2019 gefunden. Engelhardt wies dabei mit Nachdruck auf die zu erwartende zusätzliche Mehrbelastung für das Transportgewerbe i. H. v. von 3 Milliarden Euro pro Jahr hin und verdeutlichte: „Diese eklatante Mautsteigerung kann bei den geringen Gewinnmargen kein Transportunternehmer stemmen. Sie wird daher unweigerlich zu steigenden Verbraucherpreisen führen!“

Die von der Bundesregierung geplanten Ausnahmen für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis zu 60 km/h lehnte Prof. Dr. Engelhardt mit Nachdruck ab, ebenso wie Ausnahmen für kommunale Abfalltransporte. „Unsere Lkw dürfen auf Bundesstraßen außerorts auch nur 60 km/h fahren. Wenn man land- und forstwirtschaftliche Betriebe bis zu dieser Geschwindigkeit die Maut erlässt, wird es erhebliche Wettbewerbsverzerrungen zulasten des gewerblichen Güterkraftverkehrs geben.“ Die Ausnahme sollte daher auf land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von max. 40 km/h beschränkt werden, wie dies auch für das Güterkraftverkehrsgesetz geplant ist.

Außerdem forderte Prof. Dr. Engelhardt, dass Euro-VI Fahrzeuge als derzeit schadstoffärmste Fahrzeuge wie auch LNG-Fahrzeuge dringend einen stärkeren Mautvorteil erhalten, um den Anreiz zur Umrüstung der Flotten im Nahverkehr zu erhöhen. Die stärkere Berücksichtigung der Gewichtsklassen bei der Mautberechnung begrüßte Prof. Dr. Engelhardt, gab jedoch zu bedenken, dass der Fuhrpark von Unternehmen, die aufgrund des bisherigen Mautvorteils in 4-Achser investiert haben, nun entwertet wird. Er sprach sich dafür aus, hier Übergangslösungen zu finden.

DSLV kommentiert kostenpflichtige ,Express-Rampe‘

Warenempfang des Handels bleibt Brennpunkt für die Logistik

Die Wareneingangsabfertigung des Lebensmittel-Discounters Lidl ist beispielgebend für den dringenden organisatorischen Handlungsbedarf an den Warenlagerrampen des Handels. Ein seit kurzem über eine externe Internetplattform angebotener Entlade-Sonderdienst zeigt sehr deutlich, dass der an den meisten Handelslagern vorherrschende Warenannahmestau kein Normalzustand sein muss.

Auch wenn das System auf Komplettladungen ausgerichtet wurde und für Teilladungspartien und Stückgutverkehre eher weniger geeignet scheint, zeigt Lidl, dass eine schnellere Warenannahme grundsätzlich möglich ist und insofern erhebliches logistisches Effizienz- und Kosteneinsparpotential besteht. Allerdings lässt sich der Discounter die Auflösung der von ihm selbst verursachten Rampenengpässe gut bezahlen, kritisiert der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV).

Der Handelsriese bietet seit einigen Wochen an sechs eigenen Warenlagern die Entladung eines anliefernden Lkw innerhalb von 90 Minuten durch Lidl-Mitarbeiter als so genannten ,Express-Service‘ an, sofern die Buchung bis um 5:00 Uhr morgens am Tag der Anlieferung erfolgt. Damit will der Discounter nach eigenen Angaben die Anliefermöglichkeiten flexibilisieren und Schichtzeiten der Lkw-Fahrer optimieren. Die Gebühren für den Sonderservice betragen 40 Euro. Die Anlieferung außerhalb der regulären Warenannahmezeiten kostet 100 Euro.

„Dass Lidl sich jetzt nicht nur die Ordnung im eigenen Haus, sondern auch noch die Einhaltung der eigenen rechtlichen Verpflichtungen bezahlen lässt, muss mindestens kritisch hinterfragt werden“ bemerkt Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV. „Keinesfalls können erhobene Gebühren für Rampenarbeiten an Entladestellen bei den Speditionen und Transportunternehmen hängen bleiben“.

Andererseits waren die Abwicklungskosten an der Rampe bislang eine unbekannte Größe. Nun sind sie für die Lidl-Lieferanten als Auftraggeber der anliefernden Speditionen zumindest transparent und kalkulierbar, bewertet der DSLV den Sachverhalt. Huster hierzu: „Die Akzeptanz zur Kostenübernahme sollte bei den Speditionskunden hoch sein. Schließlich liegen die ,Servicegebühren‘ deutlich unterhalb von Lkw-Standgeldern, auf die das Transportunternehmen ansonsten bei stundenlangen, unverschuldeten Wartezeiten einen rechtlichen Anspruch hätte.“

Der Speditionsverband sieht deshalb in einem Express-Rampensystem auch keine grundsätzlichen Nachteile. Huster: „Nicht nur angesichts des fortschreitenden Fahrermangels müssen Aufenthaltszeiten der Lkw an den Empfangsrampen der Handelshäuser deutlich verkürzt werden“.

Der DSLV fordert vom Handel seit langem ein Bündel von Maßnahmen wie vereinfachte Wareneingangskontrollen und vor allem die Vermeidung zusätzlicher, zeitintensiver Arbeiten für den Fahrer wie das Abpacken von Mischpaletten oder das Entfernen von Verpackungsmaterialien.

Die Handelshäuser können die Unterstützung der Lkw-Fahrer nicht einfach voraussetzen. Eine Entladeverpflichtung anliefernder Speditionen besteht nicht, das Handelsgesetzbuch (HGB) und die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) sind hier eindeutig, stellt der DSLV klar. Rechtlich hat der Spediteur seinen Job erledigt, wenn das Fahrzeug geöffnet an der Rampe steht und der Empfänger die Ware entgegennehmen kann. „Wenn der Fahrer nicht länger als ,Entladehelfer‘ missbraucht wird, kann auch sein Berufsbild wieder etwas gewinnen“, zeigt sich Huster überzeugt.

Fernfahrerstammtische Sachsen-Anhalt

Bis auf weiteres fallen die Termine für den Fernfahrerstammtisch aus.
Wir informieren Sie sobald die Fernfahrerstammtische wieder stattfinden.

04.03.2020: Fernfahrerstammtisch Magdeburg

Ort: TOTAL Autohof, Glindenberger Weg, 39126 Magdeburg

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Thema: Ladungssicherung

  • Ohne Voranmeldung. Kommt einfach vorbei!

Do. 13.Sep.-14.Sep 10:30-16:00

DSLV  Jahrestagung
Neuwahl des Vorstandes in München

Mi. 7. Nov. 19:00 – 21:30

Fernfahrerstammtisch Uhrsleben im November

Mi. 10. Okt. 19:00 – 21:30

Fernfahrerstammtisch Uhrsleben im Oktober

Verkehrsrundschau

KONTAKT

Landesverband des Verkehrsgewerbes
Sachsen-Anhalt e.V.
Morgenstrasse 6
D-39124 Magdeburg
Postanschrift
PF 1940
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Tel.: (03 91) 6 21 98 86
Fax: (03 91) 6 21 98 88
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