Sollte es am 12.04.2019 zu einem „harten“ No-Deal-Brexit kommen, werden die französischen Zollbehörden in der Nacht vom 12. auf den 13.04.2019 ihre IT-Systeme an die neue Situation anpassen, d.h. für einige Stunden ist keine Übermittlung von Zollanmeldungen möglich.


Die französischen Zollbehörden informieren wie folgt:


„Für den Fall, dass die laufenden Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich nicht mehr zu einem anderen Ergebnis als einem Verlassen der EU ohne Austrittsvertrag am 12. April („No-Deal“-Szenario) führen, werden wir in der Nacht vom 12. auf den 13. April Eingriffe in unserem IT-System vornehmen, um das Zollinformationssystem auf seine Brexit-Konfiguration umzuschalten. Daraus folgt, dass die elektronischen Dienste NCTS, Delt@-G, Delt@-X Import, Delt@-X Export und ECS von Freitag, 12. April, 22 Uhr bis Samstag, 13, April, 1 Uhr nicht zur Verfügung stehen, damit das IT-System in die Brexit-Konfiguration umgeschaltet werden kann. Während dieses Zeitraums stehen nur Backup-Prozeduren zur Verfügung. Alle die o.g. Verfahren werden allen Zollbeteiligten für die Zollabfertigung von Drittlandsverkehren (mit und ohne Brexit-Kontext) ab 1 Uhr nachts wieder wieder zur Verfügung stehen. Der französische Zoll rät jedoch dazu, den Grenzübertritt per Fähre so zu planen, dass er vor 20.30 Uhr stattfindet, bzw. vor 21.30 Uhr bei Nutzung des Eurotunnels. Bitte planen Sie die Zollabwicklung Ihrer Transporte rechtzeitig mit Ihrem Zollvertreter.“


Falls es am 12.04.2019 zu einem „harten Brexit“ kommen sollte, wird Großbritannien ab 13.04.2019, 0.00 Uhr MESZ nicht mehr Teil der EU sein. Grundsätzlich wird von Transporten GB <=> EU in dieser Nacht abgeraten , da die Konstellation „Transport startet, während GB noch der EU angehört, endet aber nach dem Brexit“ zu einer Vielzahl schwer lösbarer Komplikationen führen kann.


Quelle: BGL