29.06.2016

Gemäß dem geänderten Übereinkommen zum Schutz menschlichen Lebens auf See (SOLAS) dürfen ab dem 1. Juli 2016 Seecontainer nur noch auf Frachtschiffe verladen werden, wenn der Reederei das Gesamtgewicht des Containers – die sogenannte verifizierte Bruttomasse (Verified Gross Mass, VGM) – vor Verladung angezeigt wurde. Unterbleibt die rechtzeitige Unterrichtung der Reederei vor der Verladung wird der Container nicht verladen.
Ursächlich hierfür waren oft falsche Gewichtsangaben von beladenen Containern, die in der Vergangenheit zu Schiffsunfällen geführt haben. Die neue verbindliche Richtlinie dient somit der Sicherheit von Menschen, Transportmitteln, Ladung und der Umwelt.  Die Verantwortung für die Ermittlung und Dokumentation des verifizierten Bruttogewichtes des beladenen Containers trägt der Verlader (Shipper). Der Verlader muss über geeignete Nachweise verfügen, dass tatsächlich eine Gewichtsverifizierung durchgeführt worden ist. Das dokumentierte verifizierte Bruttogewicht des Containers kann Teil eines Beförderungspapiers oder ein eigenständiges Dokuments sein und muss von einer vom Verlader autorisierten Person unterschrieben werden. Eine elektronische Übermittlung des Dokuments ist auch möglich, dann soll statt einer Unterschrift die Namensangabe ausreichen. In jedem Fall muss in dem Dokument deutlich werden, dass es sich um das verifizierte Bruttogewicht handelt.  Es sind zwei Arten der Ermittlung der VGM erlaubt.

Methode 1: Wiegen
Methode 2: Berechnen

Allerdings stellt sich für die eine oder andere Firma die Frage, wo ggf. eine Verwiegung von Containern durchgeführt werden kann. Weder stehen auf allen Containerterminals in den Seehäfen Wiegeeinrichtungen zur Verfügung, noch sind die vorhandenen Kapazitäten auf eine größere Anzahl von Verwiegungen ausgerichtet.  Eine Liste aller verfügbaren Wiegeeinrichtungen kann von Verbandsmitgliedern in der LVSA-Geschäftsstelle abgefragt werden.

Quelle: DSLV