17.06.2016

In Frankreich wird ab 01. Juli 2016 die EU-Entsenderichtlinie und somit die französische Mindestlohnregelung auf alle Fahrer im Straßengüterverkehr, die Kabotageverkehre in Frankreich sowie bilaterale EU-Verkehre mit Frankreich durchführen, angewendet. Nur Fahrer die Transitverkehre durch Frankreich durchführen sollen ausgenommen sein.

Dabei ist für jeden Fahrer, der im grenzüberschreitenden Verkehr von und nach Frankreich sowie im Kabotageverkehr in Frankreich eingesetzt wird, eine Entsendebescheinigung auszufüllen und mit Beginn der ersten Entsendung ab dem 1. Juli 2016 im Fahrzeug mitzuführen.  Sie dient dem Nachweis, dass der in Frankreich zum Tragen kommende Mindestlohn eingehalten wird. Die Bescheinigung hat eine Gültigkeitsdauer von maximal sechs Monaten und gilt für alle in diesem Zeitraum durchgeführten Fahrten, ohne dass für jeden weiteren Transport erneut eine Entsendebescheinigung auszustellen ist und die Beförderungen zu spezifizieren sind.  Selbständige Fahrer unterliegen nicht dem Prozedere. Sie sollten lediglich einen Handelsregisterauszug ihres Unternehmens mitführen. Betroffen sind alle Arten von Fahrzeugen (leichte und schwere), die im Güter- und Personentransport zum Einsatz kommen.  Eine Ausfertigung der Entsendebescheinigung muss in Papierform vom Fahrer im Fahrzeug mitgeführt werden, weitere Ausfertigungen sind bei einem Vertreter der Firma in Frankreich (kann auch eine Privatperson sein) sowie beim entsendenden Unternehmen (in Papierform oder digital) zu hinterlegen.  Darüber hinaus hat der Fahrer einen Arbeitsvertrag/Gehaltsabrechnungen sowie, falls verfügbar, eine in Französisch übersetzte Kopie eventuell zur Anwendung kommender Tarifvereinbarungen mitzuführen. Bei Kontrollen müssen die Fahrer anhand der Unterlagen grundsätzlich ihren Bruttostundenlohn, die Arbeitszeiten und die Stunden nachweisen können, welche mit der Gehaltsabrechnung abgegolten werden, unter Angabe von Urlaub oder anderer freier Tage.
Achtung: Verbandsmitglieder haben die Möglichkeit, zu einem Vorzugspreis den Service der Firma GURETRUCK in Anspruch zu nehmen.  Dieser bietet folgende Vorteile:  •Vertretung des Unternehmens in Frankreich zur Meldung des Loi Macron/Mindestlohns (da Vertretung in Frankreich vorhanden)
• automatische Erstellung der Anmeldung
• Archivierung der digitalen Daten
• Auswertung der digitalen Daten.
Des Weiteren hilft GURETRUCK auch bei der Berechnung des französischen Mindestlohns auf französischem Gebiet anhand der Daten der digitalen Kontrollgeräte. So muss aufgrund der Gesetzgebung die Einhaltung des Mindestlohnes auf dem französischen Streckenanteil nachgewiesen werden. Zudem ist der Mindestlohn im Transportgewerbe je nach Tonnage des LKW unterschiedlich.  Nähere Informationen zum Verfahren erhalten unsere Mitglieder über die LVSA-Geschäftsstelle.

Quelle: DSLV